Silicon Valley Exkursion

Posted by admin |27 Nov 17 | 0 comments

Die Exkursion in das Silicon Valley, organisiert durch den Regina e.V. war für mich ein Highlight in der Zeit der Modell Aachen, wofür ich sowohl meinen Kollegen als auch Regina e.V. sehr dankbar bin.

Durch interessante Kontakte hatten wir unglaublich interessante Einblicke hinter den Kulissen von kleinen und großen Unternehmen oder Inkubatoren. Insbesondere der Austausch mit Stefan Groschupf, der in Deutschland mit seinem Unternehmen Datameer gegen die Windmühlen kämpfen musste und sich dann entschieden hat den sog. „Flip“ zu machen war sehr interessant und hat die Probleme in Deutschland aufgezeigt: Visionäre sollen zum Arzt gehen und es fehlt an Venture-Kapital, um große Ideen umzusetzen.
Mittlerweile tut sich in diese Richtung zum Glück Einiges. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, wenn es irgendwann den ersten Aachener Gründerfonds geben wird, in den auch Privatleute investieren können!

Natürlich stand auch ein Besuch des beeindruckenden Google-Campus auf dem Programm. Der Besuch und der Vortrag über Computer-Linguistik und Deep-Learning war sehr interessant. Man wird jedoch doch etwas stutzig wenn der Vortragende erzählt, dass er meistens von 9 bis 9 arbeitet, natürlich auch Samstags und teilweise auch Sonntags. Anscheinend muss man den Campus tatsächlich nicht mehr verlassen und kann sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren. 🙂

Neben Google und Datameer waren unter anderem das deutsche Konsulat in San Francisco, Sightmachine, Ebay, Cisco,  Apple, diverse Inkubatoren und das SAP Hanahaus weitere Stationen auf unserer Reise.

Drei Dinge die ich mitgenommen habe:

  1. Die Stimmung in San Francisco und der Bay-Area ist einfach inspirierend! Ich kann nur jedem empfehlen, eine solche Reise zu machen – aber Vorsicht, auch die Kollegen sollten mitfahren – ansonsten kommt man geflasht nach Hause und die Kollegen denken man wäre jetzt völlig durchgeknallt 🙂
  2. Wir stellen aus Deutschland auch in der Bay-Area viele wichtige technische Köpfe. Was uns Deutschen jedoch meistens völlig abgeht ist die Fähigkeit so mitreißend zu sein, so gute Geschichten aufzubauen und zu erzählen wie die Amerikaner. Bei einer „weltumspannenden“ Geschäftsidee, die sich nicht in einem technischen Nischenmarkt befindet, sehe ich ein deutsches Unternehmen immer im Nachteil gegenüber der amerikanischen Marketing-Power, die sich ja im Zweifel die guten Software-Entwickler im „Billiglohnland“ Deutschland einkaufen kann.
  3. Es herrscht eine große Offenheit, mit der über neue Ideen gesprochen wird. Im Silicon Valley ist einfach jedem klar, dass es äußerst selten vorkommt eine Idee alleine zu haben. Viel wichtiger ist der Zugang zu Kapital und der Wille / die Fähigkeit Ideen schnell zu validieren und umzusetzen. Je bessere Kontakte man hat, desto wichtiger wird man in der Community, so dass es sehr auffällig ist, wie häufig das gute persönliche Netzwerk von Gründern erwähnt wird.

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